Zum Inhalt springen
← Zurück zum Blog
Transparenz3 min Lesezeit

Revisionen – warum nichts heimlich überschrieben wird

Warum jeder alte Wert sichtbar bleibt, wenn du ein Rezept oder Produkt korrigierst.

Veröffentlicht am

Stell dir vor, ein Hersteller ändert die Rezeptur.

Du trackst seit Monaten dein Lieblings-Müsli mit den sauberen Werten von der Packung. Heute liest du im Kleingedruckten: neue Rezeptur, mehr Zucker, weniger Hafer. In typischen Tracking-Apps läuft jetzt Folgendes: die App übernimmt die neuen Werte und schreibt rückwirkend dein ganzes Tagebuch um. Deine Statistik für letzten Sommer zeigt plötzlich andere Zahlen – obwohl du damals tatsächlich das alte Müsli gegessen hast.

Gleiches Problem auf der anderen Seite: du hast vor zwei Monaten ein Eigenrezept zusammengestellt, sauber durchgerechnet, getrackt. Heute willst du mehr Knoblauch ins Pesto. Sobald du speicherst, rechnet die App jeden alten Tagebuch-Eintrag, der auf dieses Rezept zeigt, auf die neue Variante um.

Das ist ein Bug, kein Feature.

Zutato macht das anders.

Wenn sich ein Wert ändert, entsteht eine neue Revision. Die alte Revision bleibt unverändert. Dein Müsli-Eintrag vom letzten Sommer zeigt weiterhin auf Revision 1 – mit den alten Werten. Ab heute trackst du Revision 2 mit der neuen Rezeptur. Beides ist gleichzeitig wahr, weil beides historisch wahr ist.

Das gilt für Produkte (Hersteller passt die Rezeptur an), für Zutaten (BLS-Update kommt) und für Eigenrezepte (du tauschst eine Zutat aus oder skalierst die Portion).

Was du davon hast

  • Historie bleibt korrekt. Statistik von gestern bleibt Statistik von gestern.
  • Du siehst die Änderung. Im Produkt-Detail listet Zutato alle Revisionen mit Datum und Differenz.
  • Niemand schiebt heimlich Werte um. Jede Korrektur ist nachvollziehbar – auch wenn ein Hersteller seine Rezeptur ändert.

Klingt nach over-engineering für eine Tracking-App? Vielleicht. Für uns war es die Mindestanforderung, nachdem wir in anderen Apps zu oft auf falsche historische Zahlen gestoßen sind.