Revisionen – warum nichts heimlich überschrieben wird
Warum jeder alte Wert sichtbar bleibt, wenn du ein Rezept oder Produkt korrigierst.
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Stell dir vor, du hast eine Zutat falsch eingetragen.
In typischen Tracking-Apps läuft es so: du legst „Karotten" mit 100 kcal/100 g an, trackst zwei Wochen lang Karotten, merkst dass es eigentlich 41 kcal sein müssten und korrigierst den Wert. Was passiert? Jeder Eintrag in deinem Tagebuch, der diese Karotten referenziert, wird rückwirkend auf den neuen Wert umgerechnet. Deine Statistik für letzte Woche zeigt plötzlich andere Zahlen.
Das ist ein Bug, kein Feature.
Zutato macht das anders.
Wenn du einen Wert änderst, entsteht eine neue Revision. Die alte Revision bleibt unverändert. Dein Karotten-Eintrag von letzter Woche zeigt weiterhin auf Revision 1 – mit den 100 kcal. Ab heute trackst du Revision 2 mit 41 kcal. Beides ist gleichzeitig wahr, weil beides historisch wahr ist.
Das gilt für Produkte (Hersteller passt die Rezeptur an), für Zutaten (BLS-Update kommt) und für Eigenrezepte (du tauschst eine Zutat aus oder skalierst die Portion).
Was du davon hast
- Historie bleibt korrekt. Statistik von gestern bleibt Statistik von gestern.
- Du siehst die Änderung. Im Produkt-Detail listet Zutato alle Revisionen mit Datum und Differenz.
- Niemand schiebt heimlich Werte um. Jede Korrektur ist nachvollziehbar – auch wenn ein Hersteller seine Rezeptur ändert.
Klingt nach over-engineering für eine Tracking-App? Vielleicht. Für uns war es die Mindestanforderung, nachdem wir in anderen Apps zu oft auf falsche historische Zahlen gestoßen sind.